Ein modernes Energiesystem entscheidet im Viertelstundenraster, ob eine Kilowattstunde besser direkt verbraucht, gespeichert, in Wärme umgewandelt, für eine flexible Rechenlast eingesetzt oder eingespeist wird. Dieser Leitfaden zeigt die technische und wirtschaftliche Logik hinter PV-Überschuss, dynamischen Strompreisen, Batteriespeichern, Wärmepumpen und Bitcoin-Mining mit Abwärmenutzung – ohne pauschale Renditeversprechen.
1. Warum Energieoptimierung 2026 wichtiger wird
Die Photovoltaik deckte 2025 rechnerisch 13,71 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Damit wächst besonders an sonnigen Tagen die Bedeutung zeitlich flexibler Lasten und Speicher. Parallel führen Netzbetreiber ab 2026 vermehrt neue Tarifmodelle ein. Der Fokus liegt laut ElCom vor allem auf dynamischen Netztarifen; dynamische Energietarife bleiben eher die Ausnahme.[1][2]
Für Anlagenbetreiber entstehen damit drei neue Aufgaben:
- Wert der Einspeisung kennen: Nicht jede eingespeiste Kilowattstunde wird gleich vergütet, und die konkrete Rückliefervergütung ist lokal zu prüfen.
- Bezugskosten vollständig betrachten: Energie, Netznutzung, Messung, Abgaben und allenfalls Leistungspreise müssen getrennt verstanden werden.
- Lasten automatisch koordinieren: Boiler, Wärmepumpe, Batterie, E-Auto und Miner dürfen nicht unabhängig auf dasselbe günstige Zeitfenster reagieren.
Für PV-Anlagen unter 30 kW gilt 2026 eine Minimalvergütung von 6 Rp./kWh, unabhängig davon, ob Eigenverbrauch stattfindet. Bei grösseren Anlagen gelten differenzierte Regeln; die tatsächliche Vergütung richtet sich zunächst nach der Vereinbarung mit dem Verteilnetzbetreiber und kann höher liegen.[3]
Ab 1. Januar 2027 greifen zudem neue Regeln zur Abnahmevergütung. Das erhöht den Anreiz, Einspeisung, Speicher und flexible Verbraucher nicht statisch, sondern markt- und prognoseorientiert zu steuern.[4]
2. Die Stromrechnung in fünf Bestandteile zerlegen
Der Begriff «Strompreis» führt oft zu Fehlentscheidungen. Relevant ist der Grenzpreis der nächsten importierten Kilowattstunde – und der kann aus mehreren Bestandteilen bestehen:
| Bestandteil | Was er abbildet | Für die Regelung wichtig? |
|---|---|---|
| Energie | Beschaffung oder Stromprodukt | Ja, wenn zeit- oder spotmarktabhängig |
| Netznutzung | Nutzung des Verteilnetzes | Ja, bei dynamischen Arbeits- oder Leistungstarifen |
| Messung | Smart Meter und Messdienstleistung | Meist fixer oder separat ausgewiesener Bestandteil |
| Abgaben und Zuschläge | Gemeindeabgaben, Netzzuschlag, Reserve und weitere gesetzliche Elemente | Teilweise konstant, aber für den Gesamtpreis relevant |
| Leistungspreis | Höchste Viertelstundenleistung oder definierte Spitzen | Sehr wichtig: gleichzeitig laufende Grossverbraucher vermeiden |
Seit 2026 sind Netz- und Messtarife separat zu berechnen und auszuweisen. Ein dynamischer Tarif kann nur einen Teil der Rechnung betreffen. Das bedeutet: Ein negativer oder sehr tiefer Energiepreis ist nicht automatisch ein negativer Gesamtbezugspreis.[5]
3. Jede Kilowattstunde nach ihrem Alternativwert bewerten
Eine überschüssige PV-Kilowattstunde ist nicht kostenlos. Wird sie nicht selbst genutzt, kann sie eingespeist werden. Die Einspeisevergütung ist deshalb der Mindest-Alternativwert, den jede interne Nutzung übertreffen sollte – sofern nicht andere Ziele wie Autarkie, Notstromreserve oder CO₂-Minderung bewusst höher gewichtet werden.
W_Einspeisung = Rückliefervergütung [CHF/kWh]Bei einer Vergütung von 6 Rp./kWh hat jede intern genutzte PV-Kilowattstunde zunächst Opportunitätskosten von 0,06 CHF.
Direkter Verbrauch
Wird eine ohnehin benötigte Last zeitlich in die Solarphase verschoben, entspricht der Wert grundsätzlich dem vermiedenen All-in-Bezugspreis. Direkter Verbrauch ist deshalb häufig die wirtschaftlich stärkste und technisch einfachste Option.
ΔW_Direkt = vermiedener Bezugspreis − EinspeisevergütungNur Lasten verschieben, die tatsächlich gebraucht werden. Künstlicher Mehrverbrauch ist keine Optimierung.
Batteriespeicher
Die Batterie verschiebt Energie in ein späteres, wertvolleres Zeitfenster. Dabei entstehen Umwandlungsverluste und Alterungskosten. Entscheidend ist nicht der aktuelle Preis, sondern der Preis in dem Zeitfenster, in dem die gespeicherte Energie später wirklich einen Netzbezug ersetzt.
W_Batterie = Wirkungsgrad × späterer Bezugspreis − ZykluskostenDer Mehrwert gegenüber Einspeisung ist W_Batterie minus Rückliefervergütung. Reserve für Abend, Notstrom oder Leistungsspitzen kann zusätzlich wertvoll sein.
Wärmepumpe und thermischer Speicher
Eine Wärmepumpe erzeugt aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme. Darum ist sie bei echtem Wärmebedarf meist die erste thermische Option. Wichtig sind ausreichend Speicherraum, zulässige Temperaturen und eine Regelung, die Komfort und Effizienz nicht verschlechtert.
W_WP = COP × vermiedene Kosten je kWh WärmeDie Rechnung gilt nur, wenn die erzeugte Wärme später tatsächlich gebraucht wird und keine unnötigen Speicherverluste entstehen.
Miner mit Abwärmenutzung
Ein Miner wandelt seine elektrische Aufnahmeleistung am Gerät praktisch vollständig in Wärme und Rechenleistung um. Wirtschaftlich relevant sind der aktuelle Mining-Bruttoertrag, der tatsächlich nutzbare Wärmeanteil, Nebenverbrauch und Betriebskosten. Ohne Wärmesenke fällt der Wärmeanteil wirtschaftlich auf null.
W_Miner = Mining-Bruttoerlös + nutzbarer Wärmeanteil × Wärmewert − NebenkostenDer Miner ist gegenüber Einspeisung interessant, wenn W_Miner die Rückliefervergütung übersteigt. Hardwarekosten, Steuern und Ausfallrisiken sind separat zu berücksichtigen.
Miner mit Netzstrom bei dynamischem Tarif
Ein dynamischer Tarif eröffnet zusätzliche Betriebsfenster. Der Miner sollte aber nur importieren, wenn der vollständige Bezugspreis unter dem individuell berechneten Grenzwert liegt und keine teure Leistungsspitze entsteht.
P_max = Mining-Bruttoerlös + nutzbarer Wärmeanteil × Wärmewert − NebenkostenLiegt der All-in-Bezugspreis über P_max, ist Abschalten wirtschaftlich besser. Der Grenzwert muss mit aktuellen Mining-Daten neu berechnet werden.
4. Die optimale Priorisierung im Gebäude
Eine robuste Reihenfolge ist nicht starr, sondern prognosebasiert. Sie berücksichtigt die Wettervorhersage, den erwarteten Verbrauch, den Ladezustand, thermische Grenzen und die Tarifkurve des Folgetags.
- Sicherheits- und Komfortlasten: Grundlast, Kühlung, medizinische oder betriebsnotwendige Verbraucher haben Vorrang.
- Direkt verschiebbare Pflichtlasten: Geschirrspüler, Waschmaschine, Produktionsschritte oder E-Auto werden innerhalb ihres Zeitfensters in günstige Stunden gelegt.
- Batteriereserve: Der Soll-Ladezustand richtet sich nach Abendverbrauch, Wetter und späteren Preisen – nicht pauschal nach 100 Prozent.
- Wärmepumpe und Warmwasser: Nur so weit vorladen, wie Temperaturgrenzen, Hygiene, Komfort und reale spätere Nutzung es rechtfertigen.
- Flexible Zusatzlasten: Pool, Prozesswärme oder Miner werden nach Restüberschuss und Grenzwert freigegeben.
- Einspeisung oder Abregelung: Verbleibende Energie wird eingespeist; Abregelung ist nur sinnvoll, wenn Netzvorgaben oder negative Nettoerlöse dies erfordern.
5. Dynamische Strompreise richtig automatisieren
Ein echtes dynamisches System benötigt drei Datenebenen:
- Messung: Smart-Meter- oder lokaler Zählerwert für Bezug, Einspeisung und Leistung.
- Prognose: PV-Erzeugung, Basisverbrauch, Warmwasser- und Heizbedarf, E-Auto-Abfahrt und Tarif des Folgetags.
- Aktoren: steuerbare Schnittstellen zu Batterie, Wärmepumpe, Boiler, Wallbox, Miner oder Schützen.
Beim EKZ-Wahltarif können sich Energie- und Netznutzungstarif alle 15 Minuten ändern. Voraussetzung sind ein kommunikativer Smart Meter und ein kompatibles EMS, das die Folgetagstarife per API verarbeitet. Die Tarife werden am Vortag ab 18 Uhr übertragen.[6]
Hysterese verhindert hektisches Ein- und Ausschalten
Wird ein 5-kW-Miner exakt bei 5 kW Überschuss eingeschaltet, kann jede Wolke einen Netzbezug auslösen. Eine saubere Steuerung verwendet deshalb Ein- und Ausschaltschwellen, Mindestlaufzeiten und gegebenenfalls Leistungsstufen.
- Einschalten erst oberhalb einer stabilen Überschussschwelle.
- Ausschalten bei kleinerem Restwert oder nach definierter Verzögerung.
- Netzbezugslimit und maximale Viertelstundenleistung separat überwachen.
- Nach Kommunikationsfehler in einen sicheren Standardmodus wechseln.
6. Mining-Abwärme: technisch sinnvoll, aber nicht automatisch optimal
Ein Miner ist eine gut regelbare elektrische Last mit hoher Leistungsdichte. Seine Stärke liegt in der Flexibilität: Er kann bei Überschuss oder günstigen Zeitfenstern laufen und bei hohen Preisen abschalten. Die Schwäche ist ebenfalls klar: Im Vergleich zu einer Wärmepumpe liefert er pro Kilowattstunde Strom ungefähr eine Kilowattstunde Wärme, während eine Wärmepumpe ein Mehrfaches erreichen kann.
Mining-Erlös − Nebenkosten > (COP − nutzbarer Wärmeanteil) × WärmewertDiese vereinfachte Bedingung zeigt, wie hoch der Mining-Erlös sein muss, damit der Miner bei identischem Stromeinsatz den thermischen Vorteil der Wärmepumpe kompensiert.
Daraus folgt eine sinnvolle Praxisregel: Die Wärmepumpe deckt den normalen Wärmebedarf effizient. Der Miner ergänzt nur dort, wo Rechenleistung, Überschussfenster und Wärmesenke gleichzeitig passen.
Geeignete Wärmesenken
- Warmwasser- oder Pufferspeicher innerhalb zulässiger Temperaturbereiche
- Raumheizung mit Luftführung, Schallschutz und sicherer Abschaltung
- Pool oder Prozesswärme mit saisonal ausreichendem Bedarf
- Vortrocknung, Gewächshaus oder Gewerbeanwendung nach projektspezifischer Prüfung
Ungeeignete Situationen
- Sommerbetrieb ohne Wärmebedarf oder Abführungsmöglichkeit
- Technikraum ohne ausreichende Lüftung und Schallschutz
- Netzanschluss oder Hausinstallation ohne Leistungsreserve
- Steuerung ohne sichere Temperatur-, Strom- und Kommunikationsgrenzen
- Wirtschaftlichkeitsrechnung mit fixem, nicht aktualisiertem Mining-Ertrag
7. Batterie und Miner sind keine direkten Ersatzprodukte
Die Batterie verschiebt elektrische Energie. Der Miner verbraucht elektrische Energie und erzeugt Rechenleistung plus Wärme. Darum können beide Komponenten sinnvoll kombiniert werden:
- Die Batterie hält Reserve für Abend und Lastspitzen.
- Der Miner nimmt erst Restüberschuss auf, wenn der geplante Batterie-Sollwert erreicht ist.
- Bei tiefem dynamischem Tarif kann die Batterie laden, während der Miner nur läuft, wenn der zusätzliche Bezugspreis unter seinem Grenzwert liegt.
- Ein gemeinsames Leistungslimit verhindert, dass Batterie, Wärmepumpe, Wallbox und Miner gleichzeitig die Monatsspitze erhöhen.
Die ausführliche Entscheidungsmatrix finden Sie im Beitrag Batteriespeicher oder Bitcoin-Miner?
8. Sicherheit, Bewilligung, Steuern und Dokumentation
Elektrische Installation
Feste elektrische Anschlüsse, Änderungen und Kontrollen gehören in die Hände entsprechend bewilligter Fachpersonen. Das ESTI weist darauf hin, dass für das Erstellen, Ändern oder Instandstellen elektrischer Installationen sowie feste Anschlüsse eine entsprechende Bewilligung erforderlich ist.[7]
Thermik, Schall und Brandschutz
Die Planung muss Leistungsaufnahme, Absicherung, Leitungsquerschnitt, Selektivität, Notabschaltung, Luft- oder Flüssigkeitsführung, Kondensation, maximale Temperaturen, Schallemission und Wartungszugang berücksichtigen. Ein Miner darf niemals nur über eine einfache Verbrauchssteckdose als dauerhafte Hochlastlösung geplant werden, wenn die Installation dafür nicht ausgelegt und geprüft ist.
Steuern und Aufzeichnungen
Mining-Entschädigungen sind in der Schweiz steuerbares Einkommen. Je nach Umfang und Organisation kann eine selbständige Erwerbstätigkeit vorliegen. Erträge, Zuflusszeitpunkte, CHF-Werte, Gebühren und Hardwarekosten sollten deshalb nachvollziehbar dokumentiert und mit einer Steuerfachperson geklärt werden.[8]
9. Vom Datencheck zur automatischen Regelung
Eine professionelle Umsetzung lässt sich in sieben Arbeitspakete gliedern:
- Tarifblatt und Netzgebiet: Bezug, Einspeisung, Leistungspreis, Sperrzeiten und Flexprodukte erfassen.
- Lastgang: Mindestens mehrere Wochen, besser ein repräsentatives Jahr mit 15-Minuten-Werten analysieren.
- PV-Prognose: Anlage, Ausrichtung, Verschattung und Wettervorhersage modellieren.
- Speicher- und Wärmegrenzen: SoC, Mindestreserve, Temperaturen, Hygiene und Komfort festlegen.
- Wertfunktionen: Einspeisung, Batterie, Wärme, E-Mobilität und Mining je kWh vergleichen.
- Regelung testen: Schattenbetrieb, Kommunikationsausfall, Winter, Sommer und Leistungsspitzen simulieren.
- Monitoring: Monatlich Eigenverbrauch, Netzbezug, Spitzenleistung, Wärmenutzung, Miner-Laufzeit und reale Erträge prüfen.
Die fünf wichtigsten Kennzahlen
| Kennzahl | Bedeutung | Warum sie besser ist als nur Eigenverbrauch |
|---|---|---|
| Vermiedene Bezugskosten | CHF pro Monat/Jahr | Berücksichtigt den tatsächlichen Tarifwert |
| Mehrwert gegenüber Einspeisung | CHF pro genutzter PV-kWh | Macht Opportunitätskosten sichtbar |
| Maximale Viertelstundenleistung | kW pro Monat | Verhindert versteckte Leistungskosten |
| Nutzwärmequote | nutzbare Wärme / Minerwärme | Trennt echte Wärmenutzung von blosser Abwärme |
| Batteriedurchsatz und Zykluskosten | kWh und CHF | Schützt vor wirtschaftlich unnötigem Verschleiss |
10. Beispiel: Einfamilienhaus mit 5-kW-Miner
Das folgende Beispiel ist bewusst eine Rechenlogik, keine Ertragsprognose. Angenommen werden 8 kWp Photovoltaik, ein Batteriespeicher, Wärmepumpe, Warmwasserspeicher und ein regelbarer Miner mit 5 kW. An einem sonnigen Tag prognostiziert das System 28 kWh Überschuss nach dem Grundverbrauch.
- Für den Abend werden 8 kWh Batterie-Eingang reserviert.
- Der Warmwasserspeicher kann 5 kWh Strom über die Wärmepumpe sinnvoll aufnehmen.
- Das E-Auto benötigt bis 18 Uhr 6 kWh.
- Es verbleiben 9 kWh, die eingespeist oder für Mining genutzt werden können.
Bei 6 Rp./kWh Einspeisevergütung wären die 9 kWh 0,54 CHF wert. Der Miner darf nur laufen, wenn Mining-Erlös plus nutzbarer Wärmewert minus Neben- und Verschleisskosten diesen Wert übersteigen. Wird die Wärme im Sommer nicht gebraucht, fällt der Wärmewert auf null. Wird gleichzeitig ein hoher Leistungspreis ausgelöst, kann der Miner trotz günstigem Energiepreis unwirtschaftlich sein.
Mit dem PV-Überschuss-Rechner können Sie genau diese Grenzwerte mit eigenen Zahlen testen.
11. Fazit: Optimierung ist ein Regelungsproblem
PV-Überschussmining kann Bestandteil eines intelligenten Energiesystems sein. Es ist aber weder die erste noch automatisch die rentabelste Nutzung. Der grösste Nutzen entsteht, wenn ein EMS den Wert jeder Kilowattstunde laufend mit den verfügbaren Optionen vergleicht, reale Wärmebedarfe respektiert und teure Leistungsspitzen verhindert.
Für PHT bedeutet das: erst Gebäude und Ziele verstehen, dann Photovoltaik, Batterie, Wärmepumpe, Warmwasser, Tarifdaten und optional Mining-Abwärme zu einer nachvollziehbaren Regelstrategie verbinden.
Häufige Fragen
Ist PV-Überschuss wirklich kostenlos?
Nein. Die Alternative ist die Einspeisung. Deshalb sollte jede interne Nutzung mindestens mit der Rückliefervergütung und den eigenen Zielen verglichen werden.
Kann ein Miner mit dynamischem Netzstrom wirtschaftlich laufen?
Nur wenn der vollständige Bezugspreis unter dem individuellen Grenzwert aus Mining-Erlös, nutzbarer Wärme und Nebenkosten liegt. Zusätzlich dürfen keine teuren Leistungsspitzen entstehen.
Was hat Vorrang: Batterie oder Wärmepumpe?
Das hängt von späterem Strompreis, Ladezustand, Wärmebedarf und Prognose ab. Eine feste Reihenfolge ist weniger gut als eine prognosebasierte Regelung.
Ist Mining-Abwärme gleichwertig mit einer Wärmepumpe?
Nein. Ein Miner liefert etwa eine Einheit Wärme pro Einheit Strom und zusätzlich Mining-Erlös; eine Wärmepumpe liefert je nach Anlage mehrere Einheiten Wärme. Beide müssen auf gleicher Nutzwärmebasis verglichen werden.
Welche Daten braucht PHT für den Erstcheck?
Jahresstromverbrauch sowie Fotos von Dach, Zählerkasten und Technikraum. Für die Detailplanung kommen Lastgang, Tarife, Temperaturen und Anlagendaten hinzu.
Quellen und Datenstand
Stand der fachlichen und regulatorischen Angaben: 11. Juli 2026. Tarife, Vergütungen und Mining-Erträge können sich ändern; prüfen Sie immer die aktuell gültigen Bedingungen Ihres Netzbetreibers und Ihrer Anlage.
- Bundesamt für Energie: Statistik Sonnenenergie 2025, 9. Juli 2026
- ElCom: Leicht sinkende Strompreise 2026
- ElCom: FAQ zur Umsetzung des Stromgesetzes, Stand 16. Juni 2026
- Bundesrat: Neue Regeln zur Abnahmevergütung ab 1. Januar 2027
- EKZ: Dynamischer Wahltarif 2026
- Eidgenössisches Starkstrominspektorat: Bewilligungen nach NIV
- Eidgenössische Steuerverwaltung: Kryptowährungen – Besteuerung
- PHT Energietechnik GmbH: Leistungen, Systemlogik und Kontakt
