1. Echter Überschuss entsteht am Netzanschlusspunkt
Überschuss ist die Leistung, die nach dem aktuellen Gebäudeverbrauch verbleibt. Er schwankt mit Wolken, Lasten, Batterie und Jahreszeit. Eine Regelung muss deshalb kW, kWh, Reaktionszeit und Mindestlaufzeit unterscheiden.
Vor jeder Zusatzhardware werden Einspeiseprofil, Netzbezug, Wärmebedarf und bereits vorhandene flexible Verbraucher gemessen.
2. Direktverbrauch, Batterie und Warmwasser
1. Direktverbrauch deckt laufende Lasten ohne zusätzliche Umwandlung. 2. Die Batterie verschiebt Strom in Abend oder Nacht. 3. Warmwasser und Pufferspeicher nehmen Energie thermisch auf. Eine Wärmepumpe benötigt dafür meist deutlich weniger Strom als eine reine Widerstandsheizung.
Batterie und Wärmespeicher sind keine Konkurrenten mit identischer Aufgabe: Die Batterie erhält Stromqualität, der Wärmespeicher ist günstiger, aber nur thermisch nutzbar.
3. Wärmepumpe, E-Auto und betriebliche Lasten
4. Wärmepumpe oder Gebäudemasse können Wärme zeitlich vorziehen. 5. Das E-Auto nimmt bei Anwesenheit grosse variable Leistung auf. 6. Gewerbliche Pumpen, Kälte, Lüftung oder Prozesse lassen sich teilweise verschieben.
Jede Last erhält ein Ziel: Komforttemperatur, Abfahrtsenergie, Produktionsfenster oder maximalen Netzbezug.
4. Bitcoin-Mining: vergütete Rechenleistung plus Wärme
7. Ein wassergekühlter Miner kann echte Restleistung aufnehmen, Rechenleistung vergüten lassen und seine Wärme an einen Puffer übertragen. Das ist mehr als ein gewöhnlicher Heizstab: Beide liefern ungefähr eine Wärme-kWh pro Strom-kWh, doch der Miner erzeugt zusätzlich einen variablen Bruttoerlös.
Unter der aktuellen Marktreferenz liegen 15 J/TH rechnerisch bei rund 7,4 Rp./kWh und ein Premium-Hydro-Miner mit 9,5 J/TH bei rund 11,6 Rp./kWh brutto. Stärkere Marktwerte werden separat gerechnet. Entscheidend bleibt der Mehrwert nach Einspeiseverzicht, Betrieb, Hardware und tatsächlich nutzbarer Wärme.
5. Gemeinsame Nutzung und Einspeisung bleiben wertvoll
8. Je nach aktuellem Rechts- und Messmodell kann Solarstrom mehreren lokalen Verbrauchern zugeordnet werden. 9. Einspeisung bleibt die einfache, robuste Standardoption für jede nicht sinnvoll intern genutzte Kilowattstunde.
Eine gute Optimierung erzwingt keinen Null-Export. Sie verhindert, dass eine zusätzliche Anlage mehr kostet oder verliert, als sie gegenüber Einspeisung gewinnt.
| Option | Hauptnutzen | Starke Bedingung | Wichtige Grenze |
|---|---|---|---|
| Batterie | Strom verschieben | regelmässiger Abendbedarf | Kosten, Verluste, Zyklen |
| Wärmepumpe/Puffer | effiziente Wärme | zeitlich verschiebbarer Wärmebedarf | Temperatur und Komfort |
| E-Auto | Mobilität laden | Fahrzeug bei Sonne anwesend | Abfahrtsziel |
| Miner mit Wärme | Rechenleistung plus Wärme | Überschuss und Wärmesenke gleichzeitig | Markt, Hardware, Hydraulik |
| Einspeisung | einfacher Erlös | immer verfügbar | lokale Vergütung |
6. Die beste Lösung ist eine saisonale Kombination
Im Sommer können Batterie, E-Auto und Miner hohe PV-Spitzen teilen. In der Übergangszeit steigt der Wert der Rechenwärme. Im Winter bleibt PV-Überschuss selten; ein Netzbetrieb wird dann mit vollständigem Strompreis und tatsächlichem Wärmeersatz neu bewertet.
PHT dokumentiert Prioritäten, Reserven und Fallbacks so, dass die Anlage verständlich bleibt und anhand realer Messdaten verbessert werden kann.
Quellen und Datenstand
- Bundesamt für Energie – Wärmepumpen und Umgebungswärme
- ElCom – Rückliefervergütung und Grundversorgung
- Hashrate Index – Hashprice-Referenz 32,28 USD/PH/Tag, Recherche am 14. August 2026
- Eidgenössische Steuerverwaltung – Kryptowährungen und Besteuerung
Aktualisiert: 14.08.2026. Tarife, Förderungen, Vorschriften und Mining-Werte vor einer Entscheidung aktuell prüfen.
