PHT Praxiswissen · Schweiz · Stand Juli 2026

PV-Ratgeber für intelligente Energiesysteme in der Schweiz

Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärme, dynamische Tarife und flexible Verbraucher als ein System planen – technisch fundiert und praxisnah erklärt.

Fachwissen aus Planung und Praxis
Photovoltaikanlage auf einem Wohnhaus in der Schweiz aus der Luft
3 Fotos genügenDach, Zählerkasten und Technikraum für den ersten Projektcheck.

Photovoltaik produziert heute in vielen Gebäuden mehr Strom, als mittags direkt gebraucht wird. Gleichzeitig werden Stromtarife zeitabhängiger, Batteriespeicher verbreiteter und steuerbare Verbraucher wichtiger. Der wirtschaftliche Hebel liegt deshalb nicht mehr nur auf dem Dach, sondern in der koordinierten Steuerung des gesamten Gebäudes.

7'948 GWhSolarstrom wurden 2025 in der Schweiz erzeugt.
13,71 %des Schweizer Stromverbrauchs deckte Photovoltaik rechnerisch.
27,7 Rp./kWhbeträgt der Median-Gesamttarif 2026 für einen typischen Haushalt.

Die Solarproduktion stieg 2025 laut Bundesamt für Energie auf 7'948 GWh und entsprach 13,71 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Gleichzeitig liegt der Median-Gesamttarif eines typischen Haushalts 2026 bei 27,7 Rp./kWh, wobei die tatsächlichen Preise je nach Netzgebiet erheblich abweichen können.[1][2]

Die wichtigsten Themen im PHT-Ratgeber

PV-Überschuss optimal nutzen

Direktverbrauch, Batteriespeicher, Warmwasser, Wärmepumpe, Elektroauto, Einspeisung und optionales Mining im ehrlichen Vergleich.

Zu den 9 Möglichkeiten →

Dynamische Strompreise verstehen

Was sich in der Schweiz ab 2026 ändert, welche Tarifbestandteile dynamisch sein können und warum ein EMS entscheidend ist.

Zum Tarif-Leitfaden →

Bitcoin-Mining und Abwärme

Wann ein Miner als flexible Last technisch Sinn ergibt, wie die Wärme eingebunden wird und welche Grenzen gelten.

Zur technischen Analyse →

PV-Überschuss-Rechner

Eigene Werte für Einspeisevergütung, Bezugstarif, Batterie, Wärme und Mining einsetzen und Szenarien vergleichen.

Kostenlos berechnen →

Warum Einzeloptimierung oft zu falschen Ergebnissen führt

Eine Batterie kann sinnvoll sein, obwohl sie nicht jede überschüssige Kilowattstunde aufnimmt. Eine Wärmepumpe kann die beste Nutzung sein, obwohl dadurch die Eigenverbrauchskurve anders aussieht. Und ein Miner kann nur dann Mehrwert schaffen, wenn nach Hausverbrauch, Speicherreserve und Wärmeplanung noch ein passender Betriebsbereich verbleibt. Wer jedes Gerät isoliert betrachtet, übersieht Wechselwirkungen:

  • Eine volle Batterie kann am nächsten sonnigen Morgen keinen Überschuss mehr aufnehmen.
  • Eine zu früh aufgeheizte Warmwasser- oder Pufferspeicherung kann spätere, günstigere Tarifzeiten blockieren.
  • Gleichzeitig laufende Wärmepumpe, Elektroauto und Miner können eine teure Leistungsspitze erzeugen.
  • Mining ohne nutzbaren Wärmesenke verwandelt wertvollen Strom zwar in Rechenleistung, aber auch in ungenutzte Raumwärme.
  • Ein dynamischer Energiepreis allein sagt nicht, was die importierte Kilowattstunde insgesamt kostet.
Priorisierte Nutzung von PV-Strom im Gebäude
Ein sinnvolles System priorisiert reale Lasten, Speicherreserve und Wärmebedarf. Mining ist eine optionale, nachgelagerte Flexibilität.

Das PHT-Prinzip: erst Bedarf, dann Hardware

PHT Energietechnik beginnt nicht mit einem einzelnen Produkt, sondern mit vier Datengruppen: Erzeugung, Stromverbrauch, Wärmebedarf und Tarifstruktur. Daraus entsteht eine Regelstrategie für Hausverbrauch, Batteriespeicher, Wärmepumpe, Boiler, E-Mobilität und weitere steuerbare Lasten. Die bestehende PHT-Systemlogik priorisiert den Hausverbrauch, lädt anschliessend den Batteriespeicher und nutzt verbleibenden Überschuss für Wärme oder weitere Verbraucher; eine Mining-Abwärmelösung ist optional.[3]

Für die erste Einschätzung reichen häufig Jahresverbrauch und Fotos von Dach, Zählerkasten sowie Technikraum. Für die Detailplanung folgen Lastgänge, Anlagenparameter, Speicherzustände, Temperaturniveaus, Netzanschluss und die Bedingungen des lokalen Energieversorgers.

Welcher Artikel ist der richtige Einstieg?

Navigation nach Ausgangslage
AusgangslageBester EinstiegZiel
PV-Anlage speist viel einPV-Überschuss optimal nutzenVerbraucher und Reihenfolge auswählen
Tarif wird zeitabhängig oder enthält LeistungspreisDynamische Strompreise SchweizTarifbestandteile, Signale und Automatisierung verstehen
Batterie, Wärmepumpe und PV arbeiten nicht zusammenStromoptimierung im GesamtsystemEMS und Prognoselogik planen
Mining-Abwärme wird geprüftMining mit PV und WärmeTechnik, Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Steuern einordnen
Batterie oder Miner unklarBatteriespeicher oder Miner?Entscheidungsmatrix und Kombination bewerten
Eigene Zahlen liegen vorPV-Überschuss-RechnerWert pro Kilowattstunde vergleichen

Regional planen: Schwyz, Pfäffikon, Zürichsee und Glarus

Tarifmodelle unterscheiden sich bereits innerhalb der PHT-Region deutlich. EW Höfe misst 2026 unter anderem monatliche Viertelstunden-Leistungsspitzen und weist auf Lastmanagement hin. EKZ bietet einen viertelstündlich dynamischen Wahltarif mit Smart Meter, EMS und API-Signal für den Folgetag. Die Technischen Betriebe Glarus Nord setzen auf saisonale Hoch- und Niedertarife mit erweiterten günstigen Sommer-Mittagszeiten.[4][5][6]

Darum ist eine pauschale Empfehlung wie «Batterie immer nachts laden» oder «Miner nur mittags betreiben» unzureichend. Die richtige Strategie hängt von Netzgebiet, Tarifprodukt, Gebäude, Wetterprognose und den technischen Schnittstellen ab.

Patrick Prünster, Geschäftsführer PHT Energietechnik

Patrick Prünster

Geschäftsführer der PHT Energietechnik GmbH in Pfäffikon SZ. Schwerpunkt: Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen, Lastmanagement und technisch sinnvolle Überschussnutzung.

Profil und fachlicher Ansatz · LinkedIn

Quellen und Datenstand

Stand der fachlichen und regulatorischen Angaben: 11. Juli 2026. Tarife, Vergütungen und Mining-Erträge können sich ändern; prüfen Sie immer die aktuell gültigen Bedingungen Ihres Netzbetreibers und Ihrer Anlage.

  1. Bundesamt für Energie: Statistik Sonnenenergie 2025, 9. Juli 2026
  2. ElCom: Leicht sinkende Strompreise 2026
  3. PHT Energietechnik GmbH: Leistungen, Systemlogik und Kontakt
  4. EW Höfe: Tarifelemente 2026 und Lastmanagement
  5. EKZ: Dynamischer Wahltarif 2026
  6. Technische Betriebe Glarus Nord: Neues Tarifmodell ab 2026

Aus Einzelgeräten wird ein abgestimmtes Energiesystem.

PHT verbindet Solarstrom, Speicher, Wärmepumpe, Warmwasser, flexible Verbraucher und auf Wunsch Mining-Abwärme – passend zu Gebäude, Tarif und Nutzungsprofil.

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